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Eine Weitere Variante- der Froschprinzessin

Re: Froschprinzessin Teil II

Beitragvon Dzhiwa » Sa Jan 19, 2013 2:53 pm

Dies ist eine Fassung dieser Mare. Unten poste ich eine andere Fassung, die in einigen Detaills doch anders ist und vielleicht mehr Licht bringt. Vermutlich ist das eine ältere Fassung, lässt auch tiefer in die Mare hienin schauen und einige interessante Aufschlüsse machen.

Es lebte einst in uralten Zeiten ein Zar. Er hatte drei Söhne, stattlich und schön im Antlitz.
Es kam die Zeit, so wurde der Zar schwach und greise. Wem soll er sein Reich überlassen, welcher von drei Söhnen soll hier regieren? So erdachte sich der Zar, seine Söhne sollen heiraten.
So liess er sie an sich rufen und sagte ihnen:
„Meine lieben Söhne, nehmt eure gut gespannten Bögen und jeder einen Pfeil und geht ins reine Feld. Spannt die Bögen und lasst eure Pfeile fliegen. Da wo eure Pfeile gelangen, dort findet jeder von euch auch seine Braut.“
„Gib uns deinen Fäterlichen Segen, liebes Fäterchen“, erwiderten seine Söhne und verbeugten sich vor ihm.
Dann nahmen die Söhne ihre Bögen und Pfeile, gingen ins reine Feld und ließen die Pfeile fliegen.
Der Pfeil des ältesten Sohnes fiel auf den Hof eines Adligen Herren, genau vor das Fenster seiner Tochter, die gerade hübsch gemacht wurde. Der Pfeil des zweiten Sohnes fiel auf den Hof eines Kaufmannes, direkt seiner Tochter an die Füße, die gerade am Eingang saß und ein Stück Honigkuchen verputzte. Und der Pfeil des dritten Sohnes, Iwan-Zarewitsch, fiel in den Sumpf, wo ihn ein Frosch auffing. Lange suchte Iwan-Zarewitsch, bis er an den Sumpf gelangte. Als er den Frosch mit seinem Pfeil erblickte, blieb ihm fast das Herz stehen. Er konnte vor Verwunderung kein Wort über die Lippen bringen. Und der Frosch saß auf einem Seerosenblatt, lächelte ihn an und sagte mit menschlicher Stimme:
„Habe keine Angst, Iwan-Zarewitsch, nimm mich mit auf deinen Palast.“
„Wie kann ich denn einen Frosch heiraten?“, erwiderte verblüfft Iwan-Zarewitsch.
„So ist es dein Schicksal, Iwan-Zarewitsch“, gab ihm der Frosch die Antwort.
Nun nahm Iwan-Zarewitsch den Frosch in seinen Hut und brachte es mit auf seinen Schloss.
Die Brüder kamen mit ihren Bräuten auf den Palast ihres Faters und Iwan-Zarewitsch eben mit seinem Fröschlein. Kaum erblickten die Brüder, wen da Iwanuschka mitgebracht hatte, lachten sie so lauthals, dass die Mauern zitterten.
Der Zar jedoch schaute sich alle streng an und verkündete:
„Nun, meine lieben Kinder, so sollen wir drei Hochzeiten halten und danach will ich prüfen, wie gut eure Frauen denn ihr weibliches Werk verstehen.“
So wurde eine Hochzeitsfeier für alle drei Paare getan und danach kündigte der Zar an:
„Nun will ich sehen, welche von euren Gattinnen am besten die Handarbeit beherrscht. Bis morgen früh soll jede ein Hemd (in anderen Fassungen einen Teppich) für mich anfertigen. So ist mein Wille.“
So gingen alle drei Söhne jeder in seinen Palast. Iwan-Zarewitsch ließ den Kopf hängen und wusste keinen Rat. Sein Fröschlein schaute ihn zärtlich an und sagte:
„Sei ohne Sorge, Iwan-Zarewitsch, leg dich schlafen. Kommt Tag, kommt Rat.“
So ging Iwan-Zarewitsch schlafen. Das Fröschlein wartete, bis er tief und fest eingeschlafen war, und dann.... warf sie auf einmal ihre Froschhaut ab und wurde eine wunderschöne Maid – Wassilissa, die Weise. Die Maid ging an den Eingang, klatschte in die Hände und rief laut in den Himmel:
„Hey, ihr Ammen und Dienerinnen, bringet mir meinen Webstuhl und helft mir dabei, ich will ein Hemd für meinen Schwiegerfater anfertigen.“ Sodann erschien ein zauberhafter Webstuhl mit wunderbaren Fäden. Wassilissa setzte sich an die Arbeit und so flink war sie, dass im Nu ein feiner schöner Stoff vom Webstuhl herunter glitt. Mit wenigen Handgriffen war das Hemd fertig. Mit Sonne, Mond und Sternen und feinen zierlichen Mustern bestickt, lag es nun schön eingepackt auf dem Tische. Kaum war Iwan-Zarewitsch am nächsten morgen erwacht, erblickte er das Hemd und konnte vor Verwunderung kein Wort über die Lippen bringen. So nahm er das Hemd und ging an den Palast seines Faters.
Dort waren bereits seine Brüder mit den Werken ihrer Gattinnen. Der Zar nahm nun das Hemd von seinen ältesten Sohn.
„Nun“, sagte er, „solch ein Hemd kann ich nur am Hinterhof tragen“.
Und reichte es kopfschüttelnd seinen Dienern.
Dann war der zweite Sohn an der Reihe.
„Ach du meine Güte“, seufzte der Zar betrübt, „solch ein Hemd kann ich nur in der Banja anziehen“.
Dann trat Iwan-Zarewitsch nach vorn und reichte mit Verbeugung seinem Fater das Hemd von Wassilisa, der Weisen.
„Ach“, rief der Zar überrascht, „dieses Hemd werd` ich nur an Feiertagen anziehen! So ein schönes Muster! Und der Stoff!“
Alle, die im Palast waren, staunten über dieses Wunderwerk.
„So!“ kündigte der Zar erneut. „Nun will ich sehen, welche von euren Verlobten am besten Backen und Kochen kann. Jede soll mir bis morgen früh ein Brot backen. Das ist mein fäterlicher Wille!“
So kam Iwan-Zarewitsch in seinen Palast, noch tiefer ließ er seinen Kopf hängen, noch betrübter war sein Antlitz. Sein Fröschlein hüpfte am Tisch und fragte ihn sanft:
„Was ist, Iwan-Zarewitsch? Was lässt du deinen Haupt hängen? Oder hat mein Hemd deinem Fäterchen missfallen?“
„Ach, Fröschlein, das Hemd hat meinem Fater am besten gefallen, aber nun musst du bis morgen früh ein Brot backen, wie soll denn das gehen?“, erwiderte Iwan-Zarewitsch voller Kummer.
„Lass es meine Sorge sein, Liebster“, antwortete das Fröschlein, „leg dich schlafen und ruhe. Kommt Tag, kommt Rat“.
So legte sich Iwan-Zarewitsch und schlief bald tief und fest ein.
Indes schlichen an seinen Palast die beiden Gattinnen der älteren Brüder, und wollten spähen, wie denn das Fröschlein nun ein Brot backen will.... wo es schon solch ein Hemd angefertigt hatte. So lugten sie durch das Fenster in die Kammer hinein. Das Fröschlein aber wusste das und bat ein Mäuslein, dass es ihm hilft. Die beiden nahmen ein Kehrbesen, kehrten die Ecken und die Diele, streuten das Kehrgut in eine Schüssel hinein und rührten den Teig und schoben ihn in den Ofen. Die beiden Frauen staunten sehr und gingen dann heim.
Das Fröschlein indes warf seine Haut ab und wurde Wassilissa, die Weise.
Sie ging an den Eingang, klatschte in die Hände und rief laut:
„Hey, ihr Ammen und Dienerinnen, schafft mir meine Mühle heran und bringet mit das Himmlische Korn, ich will nun das Brot backen, welches ich bei meinem Fäterchen gegessen habe!“ Sogleich erschien die Mühle bei ihr, und das feine goldene Korn rieselte hinein und die Mühle mahlte.
Im Nu war das Brot gebacken, mit Zopf und allerlei Zierden war es geschmückt. So aromatisch und schön lag es nun auf dem Tische eingepackt.
Als Iwan-Zarewitsch am nächsten Morgen erwachte und das Brot auf dem Tische erblickte, konnte er vor Verwunderung kein Wort über die Lippen bringen. So nahm er das Brot und ging in den Palast seines Faters.
Dort empfing der Zar bereits Iwanuschkas Brüder. So nahm er das Brot von seinem Ältesten Sohn.
„Och, mit diesem Stein kann man nur Feinde erschlagen!“, stöhnte der Zar und reichte das Brot an seine Diener.
Der zweite Sohn war an der Reihe.
„Au, weiha! Mit diesem Klotz kann man nur Stall stützen!“, jammerte er und hielt sich an der Wange.
Da trat Iwan-Zarewitsch hervor und reichte seinem Fater mit Verbeugung das Brot von Wassilissa.
„Ach!“, rief der Zar begeistert und kostete gleich ein Stückchen, „Dieses Brot werd´ ich nur an Feiertagen essen!“
„So!“ kündigte der Zar erneut. „Nun will ich, dass ihr alle mit euren Gattinnen an unserem Fest teil nehmt. Heute Abend kommt hierher, fein gekleidet! Das ist mein fäterlicher Wille!“
So ging Iwan-Zarewitsch ganz traurig heim. Freudlos begrüßte er sein Fröschlein und ließ seinen Kopf auf die Arme senken und sagte kein Wort mehr.
„Was bereitet dir solch einen Kummer, Iwan-Zarewitsch?“, fragte ihn sein Fröschlein, „Oder schmeckte etwa mein Brot deinem Fater schlecht?“
„Ach, Fröschlein“, erwiderte traurig Iwan-Zarewitsch, „Das Brot schmeckte meinem Fater sehr gut sogar. Aber wie soll ich ohne Sorge sein? Heute Abend sollen wir alle bei meinem Fater im Palast erscheinen, fein gekleidet, und feiern....Wie soll denn das nun von statten gehen?!“. Und er weinte bitterlich. Das Fröschlein lächelte sanft und sagte:
„Sei ohne Kummer, Iwan-Zarewitsch. Ich komme schon, aber später. Gehe ins Palast deines Faters und warte dort auf mich. Sobald du Rattern und Donnern hörst, weißt du, dass ich komme.“
So war es dann auch. Alle waren am Palast gesammelt, nur Iwan-Zarewitsch war allein. Seine Brüder lachten über ihn schon: „Na, wo hast denn deine Liebste gelassen? Wo hast denn so eine Schönheit bloß gefunden, musst wohl alle Tümpel abgesucht haben, was !“ Auf einmal hörten alle das schrecklich laute Rattern und Donnern. Die Frauen der älteren Brüder und die Brüder selbst bekamen Schreck und versteckten sich. Iwan-Zarewitsch aber erstrahlte in seinem Antlitz und eilte an den Eingang. Dort sah er eine wunderschöne Kutsche mit prächtigen Pferden stehen und von der Kutsche stieg ….eine wunderschöne Maid, seine Wassilissa, die Weise, herunter. Vor Verwunderung konnte Iwan-Zarewitsch kein Wort über die Lippen bringen. So strahlend schön war seine Braut. Der Zar und alle Menschen im Palast waren eben so wortlos vor Staunen. Nun trat sie in den Festsaal und alles leuchtete.
Da gingen alle Gäste an die Festtafel. Sie aßen und tranken, Wassilissa nippte an ihrem Kelch und aß etwas von erlesenen Speisen. Wassilissa schüttelte die Reste des Trunkes in ihren linken Ärmel hinein. Die Knochen vom Schwangeflügel steckte sie in ihren rechten Ärmel. Ihre Schwägerinnen beobachteten heimlich, was und wie sie tat und machten es ihr nach. Und dann ging Wassilissa mit ihrem Iwan-Zarewitsch tanzen. Keiner konnte so anmutig und schön tanzen. Da schwang sie mit ihrem linken Arm und so erschien ein blauer See mitten im Festsaal! So schwang sie mit ihrem rechten Arm und da schwammen weiße Schwäne über das Wasser! Der Zar und all die Gäste waren erstaunt und konnten vor Begeisterung kein Wort reden.
Da gingen auch die Schwägerinnen tanzen. So schwangen sie ihre linken Arme und spritzten alle Gäste nass! Schwangen sie mit ihren rechten Armen, da trafen die Knochen dem Zaren genau ins Auge!
„Au weia! Wollt ihr dem Zaren etwa ans Leben?!“, rief der Zar voller Zorn und jagte sie von der Festtafel weg.
Iwan-Zarewitsch lief indes in seinen Palast, eilte ins Gemach und erblickte da die Froschhaut und warf sie sogleich in den warmen Ofen. Die Haut zischte auf der Glut, warf Funken und schwand im selben Augenblick. Da kam seine Wassilissa heim. Sie wollte ihre Froschhaut wieder anziehen und fand sie nirgends.
Sehr traurig und betrübt wurde sie und sagte Iwan-Zarewitsch:
„Ach, Iwan-Zarewitsch, was hast du denn angerichtet? Hättest du nur diese eine Nacht durchgehalten, so wäre ich für immer und ewig deine gewesen. Nun muss ich fort von hier. Leb wohl! Suche mich hinter drei mal neuen Erden, im dreizehnten Reich, beim Kaschtschej, dem sterblichen Teufel. “
Kaum sagte sie das, so wurde sie ein Schwan und flog durch das Fenster davon.
Iwan-Zarewitsch weinte bitterlich, holte den Segen seines Faters und der lichten Götter und ging auf die weite Reise.
Ob seine Reise weit oder nah, lang oder kurz war, weiß keiner. Bloß traf er auf seinem Wege einen alten Mann.
„Heil und Wohl dir, junger Mann!“, sagte der Alte. „Was suchst, wohin des Weges?“
Iwan-Zarewitsch erzählte dem alten Mann alles, wie es war.
„Och, Iwan-Zarewitsch, Wieso hast du denn die Froschhaut verbrannt? Hast du sie etwa deiner Liebsten angezogen? Also wird sie auch jemand anders wieder wegziehen. Die weise Wassilissa ist klüger und schlauer geraten als ihr Fater, der Wasserzar. Und schön ist sie auch, so wollte sie Kaschtschej, der sterbliche Teufel, als Frau nehmen und in seinem Reich behalten. Sie wollte jedoch frei und ihrem Reich bleiben. So wütete der Kaschtschej und ließ sie in einen Zauberspiegel schauen, dort sah Wassilissa einen Frosch als ihr Spiegelbild, bekam Angst und nahm sofort die Gestalt des Frosches an. Drei Jahre und drei Tage lang sollte sie nun in Froschgestalt weilen. Nur die wahre Liebe eines Menschen konnte sie befreien. Du hättest bloß eine Nacht noch warten sollen. Nun ja, so ist es jetzt aber anders. Hier ist das wegweisende Knäuel, wo es hin rollt, da gehst du auch.“
Iwan-Zarewitsch dankte dem alten Mann und ging hinter dem Knäuel her.
So ging er durchs reine Feld, er hatte Hunger und sah auf einmal einen Bär. Kaum spannte er seinen Bogen, als der Bär ihm mit menschlicher Stimme sagte:
„Lass mich leben, Iwan-Zarewitsch. Ich werd dir noch einst etwas gutes tun.“
Iwan-Zarewitsch seufzte tief, ließ seinen Bogen herunter und ging weiter.
Da erblickte er einen Wolf durch das Feld laufen. Kaum spannte er seinen Bogen,
sagte ihm der Wolf mit menschlicher Stimme:
„Iwan-Zarewitsch, lass mich am Leben. Ich werd dir noch einst etwas gutes tun.“
Iwan-Zarewitsch seufzte tief, ließ seinen Bogen herunter und ging weiter.
Da erblickte er einen Falken am Himmel. So zielte er schon auf ihn, als der Falke mit menschlicher Stimme sagte. „Lass mich leben, Iwan-Zarewitsch. Ich werd dir noch einst etwas gutes tun.“
So hatte Iwan-Zarewitsch Mitgefühl mit ihm und ließ ihn fliegen.
So kam er an das blaue Meer. Am Ufer erblickte er einen Hecht im Sand liegen und sterben.
„Ach, Iwan-Zarewitsch“, bat ihn der Hecht, „Hab Erbarmen mit mir, lass mich ins blaue Meer.“
Iwan-Zarewitsch warf den Hecht ins Meer und ging dem Knäule hinterher.
Bald kam er an eine Holzhütte (auf Steinbeinen). Dort blieb das Knäuel stehen.
Iwan-Zarewitsch bat die Hütte:
„Hüttchen, Hüttchen, stell dich hin, wie die Mutter dich einst gestellt: Mit der Vorderseite an mich, mit der Rückseite ans Meer.“ Die Hütte drehte sich mit der Rückseite ans Meer und mit der Vorderseite an Iwan-Zarewitsch. Er trat hinein und sah: Auf dem Ofen, auf dem neunten Stein saß ein Großmütterchen.
„Heil und Wohl dir, junger Mann! Was bringt dich in meine Hütte?“
„Na, erst sollst du mich in der Banja reine schwitzen, Essen und Trinken geben, und dann erst Fragen stellen!“, erwiderte Iwan-Zarewitsch.
Großmütterchen ließ ihn in der Banja reine schwitzen, gab ihm Essen und Trinken und Iwan-Zarewitsch erzählte ihr, dass er seine Frau, die weise Wassilissa sucht.
„Ja, ich weiß es“, erwiderte Großmütterchen, „Sie ist jetzt bei dem Kaschtschej, dem sterblichen Teufel. Es wird schwer sein, dass du sie wieder für dich gewinnst, den Kaschtschej besiegst. Aber es geht. Sein Tod liegt an der Spitze der Nadel, die Nadel ist im Ei, das Ei in einer Ente, die Ente in einem Hasen, der Hase im der Truhe und die Truhe steht auf einer hohen Eiche und diese Eiche hütet Kaschtschej wie sein Augapfel. Sie wird von einem Drachen überwacht.“
Da zeigte ihm Großmütterchen, wo die Eiche wuchs, gab ihm noch ein beschworenes Schwert und liess ihn gehen..
So kam Iwan-Zarewitsch dahin und kämpfte mit dem Drachen. Feuer spuckte der Drache, wütete und hütete die Eiche. Aber Iwan-Zarewitsch war stärker und erlegte ihn. Als der Drache besiegt wurde, wusste Iwan-Zarewitsch kein Rat, wie er an die Truhe gelangen soll. Da dachte er an den Bären, dass er ihm jetzt gut helfen könnte. Auf einmal erschien der Bär vor ihm und riss die Eiche samt Wurzelwerk heraus. Die Truhe fiel herunter und zerbrach in Tausend Scherben. Da sprang der Hase daraus und rannte davon. Ehe er sich versehen konnte, holte ihn der Wolf ein und riss ihn in kleine Fetzen. Von dem Hasen flog die Ente empor, in den Himmel, ganz oben war sie schon.
„Ach, könnte mir nun der Falke helfen.“, dachte Iwan-Zarewitsch und da kam der Falke angeflogen, schlug die Ente, so dass sie sogleich das Ei fallen ließ. Das Ei fiel ins Meer. Iwan-Zarewitsch sah das Unheil und war schon Tränen nahe. Da schwamm der Hecht an den Ufer und hielt vorsichtig das Ei in den Zähnen.
Iwan-Zarewitsch nahm das Ei, schlug es und holte die Nadel hervor. Kaschtschej sah dies in seinem Zauberspiegel und wandelte sich sogleich in einem schwarzen Vogel und flog dahin. Iwan-Zarewitsch befestigte die Nadel an seinen Pfeil, spannte seinen Bogen und schoss in den schwarzen Vogel, traf ihn mit der Spitze der Nadel, und da war er tot.
Iwan-Zarewitsch holte die weise Wassilissa ans Licht und machte sich mit ihr froh und glücklich auf den Heimweg.
Daheim angekommen, feierten sie noch schön und danach lebten sie lange und glücklich miteinander.
Dzhiwa
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